Drei Tage nach dem 3:0 gegen Zürich gewinnt YB in Luzern 2:1. Edimilson Fernandes und der eingewechselte Darian Males sorgen in Überzahl für eine 2:0-Führung, ehe die Gastgeber mit einem fragwürdigen Handspenalty verkürzen. Die Berner liegen neu auf Rang 5. *** YB-Trainer Gerry Seoane setzt in Luzern auf ein 3-4-2-1-System. Sandro Lauper im Abwehrzentrum wird von Gregory Wüthrich und Loris Benito unterstützt. Die Seiten besetzen Stefan Bukinac sowie Yan Valery. Sie sind im Vergleich zum Match am Sonntag gegen den FC Zürich die einzigen zwei Neuen. Ganz vorne beginnt erneut Samuel Essende. In der Zentralschweiz entwickelt sich eine ausgeglichene Partie mit einem Gast, der durch Alvyn Sanches zum ersten Abschluss kommt (12.). Die Luzerner antworten mit Matteo Di Giusto, dessen Schuss am linken Pfosten vorbeifliegt (19.). Es ist zwar nicht so, dass sich in den zwei Strafräumen reihenweise gefährliche Situationen ereignen. Aber Langeweile kommt trotzdem nicht auf. Und kurz vor der Pause rückt Lucas Ferreira in den Mittelpunkt. Nach einem harten Einsteigen gegen Armin Gigovic sieht er von Schiedsrichter Lukas Fähndrich erneut Gelb – die erste Verwarnung gab es für ihn nach einem Foul an Sanches (25.). YB kann fortan in Überzahl agieren. Die Berner kommen vor Ablauf der ersten Halbzeit durch Valery zu einer Chance, und nach 56 Minuten verstärkt Seoane die Offensive. Kaum ist Chris Bedia anstelle von Bukinac auf dem Platz, fällt der Führungstreffer. Nach einem Corner drückt Edimilson Fernandes ab. Sein Schuss wird von Julian von Moos unhaltbar für Goalie Pascal Loretz abgelenkt. Vor 10’300 Zuschauenden lässt YB dem dezimierten Gegner wenig zu und präsentiert sich effizient. Nach 78 Minuten betreten Dominik Pech, Christian Fassnacht und Darian Males den Platz für Essende, Sanches und Gigovic. Sekunden später steht es 2:0 dank einer Co-Produktion zweier eingewechselter Spieler: Males schliesst nach einem Doppelpass mit Fassnacht erfolgreich ab (79.). Doch der Abend ist damit nicht gelaufen. Im Berner Strafraum fliegt Joël Monteiro der Ball unglücklich an den linken Arm. Es liegt weder Absicht noch eine unnatürliche Bewegung vor. Der VAR soll nur bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheiden intervenieren. Er tut es in diesem Fall trotzdem. Schiedsrichter Fähndrich schaut sich die Bilder an und zeigt schliesslich auf den Penaltypunkt. Sinan Karweina bezwingt Goalie Marvin Keller zum 1:2 (86.). Das Spiel bleibt spannend und zieht sich in die Länge. Erst nach 98 Minuten beendet Fähndrich diese umkämpfte Partie. YB setzt sich 2:1 durch und sichert sich zum ersten Mal seit dem 9. November (4:1 in St. Gallen) wieder einen Auswärtssieg. Die Mannschaft baut den Vorsprung auf Luzern auf neun Punkte aus und stösst gar auf Rang 5 vor, weil Sion gleichzeitig in Lugano 1:2 verloren hat. «Wir haben den Kampf angenommen und dürfen die Freude über den Sieg zeigen», sagt Captain Loris Benito. «Der Trainer hat uns einen interessanten Gameplan mit einer Dreierabwehr mitgegeben. Es ist uns gelungen, eine defensive Stabilität hinzubekommen. Leistungsmässig konnten wir an die Partie gegen Zürich anknüpfen.» Weiter geht es für YB am Sonntag mit dem Kantonsderby gegen den FC Thun. Anpfiff im Wankdorf ist um 16:30 Uhr.
[pb][dg][sst]
Spielort: Swissporarena
Zuschauende: 10'354
Spielleitung: Lukas Fähndrich
Tore:
56. Fernandes 0:1. 79. Males (Fassnacht) 0:2. 86. Karweina (Handspenalty) 1:2.
Auswechslungen:
56. Bedia für Bukinac. 60. Ottiger für Von Moos. 74. Villiger für Kabwit. 74. Ciganiks für Fernandes. 74. Winkler für Abe. 78. Pech für Gigovic. 78. Fassnacht für Essende. 78. Males für Sanches. 80. Karweina für Di Giusto. 96. Zoukrou für Monteiro.
Ersatz:
YB: Lindner, Virginius, Janko, Raveloson. Luzern: Vasic, Knezevic, Grbic, Vasovic.
Bemerkungen:
YB ohne Hadjam, Andrews, Conte (verletzt), Colley, Seiler (rekonvaleszent), Marzino, Mambwa (nicht im Aufgebot). Luzern ohne Spadanuda (verletzt).
Verwarnungen:
89. Keller (Unsportlichkeit). 92. Fassnacht (Foul). Platzverweis: 42. Ferreira (25. Foul / 42. Foul).