Geschichte der YB-Stadien


 

1898

Die ersten Spiele trägt der damalige FC Young Boys auf dem einstigen Fussballplatz unmittelbar hinter dem historischen Museum im Kirchenfeld aus, dem ersten Heimrasen des FC Bern.

1900

YB hält seine Trainings unter der Kirchenfeldbrücke auf dem Schwellenmätteli ab. Die Wettspiele finden auf der Wiese zwischen Militärgarten und Kantonalem Zeughaus statt.

1901

Das nächste Provisorium: YB trägt seine Spiele auf der Allmend vor der ehemaligen Ballonhalle aus.

1902

Endlich erhält der FC Young Boys einen eigenen Sportplatz: Es ist der Sportplatz Spitalacker, im Volksmund "Spitteler" genannt. Hier wird YB erstmals Meister (1903) und erreicht den ersten Titel-Hattrick (1909-1911). Im letzten Kriegsjahr 1918 wird der Sportplatz im Rahmen der Anbauschlacht zweckentfremdet: Auf dem "Spitteler" werden Kartoffeln angepflanzt, YB muss auf das Kasernenareal ausweichen (und wird dennoch Meister).


Der Sportplatz Spitalacker kurz vor dem ersten Weltkrieg.

1920

Der Sportplatz Spitalacker wird wieder instand gestellt und erhält eine neue Tribüne. Beim Länderspiel gegen Holland (November 1922, 5:0, 8'000 Zuschauer) brillieren die YB-Spieler Pulver, Fässler und Ramseyer.

1925

Der "Verein Fussballstadion Spitalacker" (heute "Verein Fussballstadion Wankdorf") darf YB im noch nicht überbauten Wankdorffeld einen neuen Sportplatz übergeben. Der Spatenstich erfolgt im März 1925, und bereits am 18. Oktober kann der inzwischen polysportive BSC Young Boys das Wankdorfstadion I in Betrieb nehmen. Die Baukosten betragen 230'000 Franken, das Stadion fasst 22'000 Zuschauer. Markante Holztürme, eine elegante Eingangspforte (mit Säulen gegen die Papiermühlestrasse), rundum teilweise überdachte Stehplätze sowie eine Holztribüne geben dem Stadion eine besondere Note.


Das Wankdorfstadion I.

1937

Die Stehrampe wird ausgebaut. Das Stadion fasst nun 40'000 Zuschauer.

1951

Am 17. Juni wird im Wankdorf I das letzte Meisterschaftsspiel ausgetragen, tags darauf erfolgt der Abbruch der Tribüne. Im Hinblick auf die Fussball-WM 1954 beginnen die etappenweisen Bauarbeiten für ein moderneres Stadion. Während der rund zweijährigen Bauphasse muss YB einige Spiele auf dem Neufeld austragen.

1952

Zur Ausführung gelangt das von der Architektengemeinschaft Virgilio Muzzulini und Walter Hämmig ausgearbeitetes Projekt. Es beinhaltet eine moderne Haupttribüne, eine ausgebaute Nordrampe sowie neue West- und Ost-Stehrampen. Das Stadion wird 63'000 Personen fassen und 4,8 Millionen Franken kosten.

1954

Das Wankdorfstadion II kann am Pfingstmontag 1954 in Betrieb genommen werden. Am 4. Juli wird der WM-Final zwischen Deutschland und Ungarn (3:2) vor ausverkauften Rängen ausgetragen. Markant im neuen Stadion die beiden Ecktürme mit den Matchuhren, die riesige Stehrampe (während der WM-Endrunde mit zusätzlichen Sitzplätzen) und die dominante Haupttribüne. Der BSC Young Boys wird im WM-Stadion von 1954 in den Jahren 1957-1960 mit Trainer Albert Sing viermal Meister in Serie. Bis zum Abbruch im Jahr 2001 finden im Wankdorfstadion II 48 Cupfinals, 50 Länderspiele und zwei Europacupfinals statt, ausserdem gewinnt YB 1977 und 1987 den Cup und 1986 den Meistertitel. Das wichtigste YB-Spiel im Wankdorfstadion II ist der Halbfinal im Europacup der Meisterclubs: 63'000 sehen am 15. April 1959 den 1:0-Sieg gegen Stade de Reims. Im Herbst 1959 wird eine permanente Flutlichtanlage installiert. Das Wankdorfstadion muss in der Folge aus Sicherheitsgründen immer wieder umgebaut und modernisiert werden, was sich auf das Fassungsvermögen auswirkt.

2001

Das letzte Spiel im Wankdorfstadion II findet am 7. Juni 2001 statt: YB und Lugano trennen sich 1:1. Nach dem Spiel fahren symbolisch die Baumaschinen für den Stadionneubau auf. Bis zur Eröffnung des Stade de Suisse Wankdorf tragen die Young Boys ihre Heimspiele im Stadion Neufeld aus.


YB - Lugano, das letzte Spiel im alten Wankdorfstadion.

2005

Das erste Spiel im neuen Stade de Suisse Wankdorf findet im Rahmen der Europacup-Qualifikation zwischen YB und Olympique Marseille am 16. Juli 2005 statt – am 31. Juli wird das Stadion mit einem Turnier mit YB, dem VfB Stuttgart und Udinese offiziell eröffnet. Es fasst 31'120 Zuschauer. Baukosten der multifunktionalen Anlage der Architektengemeinschaft Luscher Architectes SA, Lausanne, und Schwaar & Partner AG, Bern: 350 Millionen Franken.


Das 2005 eröffnete Stade de Suisse.