RESULTATE
Fanionteams  
YB - Sion 3:3
YB Frauen - St. Gallen 1:0
   
Youth Base  
Cham - U21 1:1
Basel - U19 3:3
Basel - U17 2:2
U16 - St. Gallen 3:2
Xamax - U15 6:1
   
Nachwuchs Frauen  
Servette - FU20 2:3
GC - FU18 3:3
FU16 - Basel 1:2
Wabern - FU15 4:1
Ostermundigen - FU14 6:1
   
* = Testspiel / (C) = Cupspiel
21.05.26
Interview mit Emilie Bernhardt
«Wir stellen uns auf einen Fight ein»

Sie steht seit Anfang Jahr bei YB unter Vertrag, fühlt sich in Bern überaus wohl und schwärmt vom Geist im Team: Die 24-jährige Verteidigerin Emilie Bernhardt, die aus der 2. Bundesliga von Turbine Potsdam nach Bern kam, spricht vor dem Final-Hinspiel gegen Servette (Pfingstmontag, 14:00 Uhr, Wankdorf).

***
 
Emilie, Pfingstmontag naht und damit das Final-Hinspiel gegen Servette: Wie steht es um Deinen Puls? 
Der Puls wird bestimmt noch steigen, aber die Vorfreude auf das Spiel überwiegt definitiv. Denn genau für solche Partien trainiert man monatelang.

Ist dieser Spass etwas, das dieses Team besonders auszeichnet?
Auf jeden Fall. Seit ich hier bin, ist die Stimmung extrem gut. Wir alle haben Spass an dem, was wir tun – erst recht jetzt, da uns der Final bevorsteht.

Fiel es Dir dank der guten Atmosphäre leichter, Dich an die neue Umgebung zu gewöhnen?
Mir wurde die Integration sehr leicht gemacht. Alle sind ungemein nett, hilfsbereit und verständnisvoll. Ausser Lisa Josten kannte ich niemanden persönlich. Doch das war überhaupt kein Problem. Es ergab sich ab und zu die Gelegenheit, gemeinsam etwas in der Freizeit zu unternehmen. Ich darf sagen: Ich fühle mich in Bern richtig wohl.

Du hast Ende März die Niederlage im Cupfinal gegen Servette miterlebt. Was macht es so schwierig, den Genferinnen beizukommen?
Servette dominiert in der Liga, und trotzdem glaube ich, dass wir in der Lage sind, ihnen Schwierigkeiten zu bereiten. Im Cupfinal haben wir unseren Plan gut umgesetzt. Wir hatten unsere Chancen, verloren am Ende aber durch ein Gegentor, das auf unglückliche Weise zustande kam. Servette ist verwundbar. Wir stellen uns auf einen Fight ein, bei dem am Montag sommerliche Temperaturen herrschen werden.

Ihr habt das Publikum im Rücken.
Das ist zweifellos etwas Besonderes. Wir haben die mit Abstand meisten und lautesten Fans und wissen, dass wir uns auf ihre Unterstützung verlassen können. Es gibt zusätzlichen Schub, wenn man weiss, dass ganz viele Menschen hinter uns stehen.

Wie unterscheidet sich der Fussball in Deutschland von dem in der Schweiz?
Das technische Niveau in der Women’s Super League ist im Vergleich zur zweithöchsten deutschen Liga höher, und es sind auch klarere Spielideen ersichtlich. In der 2. Bundesliga wird vermehrt mit langen Bällen gespielt, entsprechend geht es oft darum, sich die zweiten Bälle zu erkämpfen. In der Bundesliga sind das Tempo und die Athletik noch intensiver als in der Schweiz, aber fussballerisch ist das Level ähnlich.

Du hast vorhin gesagt, dass Du Dich bereits sehr wohl fühlst in Bern. Wenn Du Besuch aus Deutschland hast, was zeigst Du ihm von Deinem neuen Lebensmittelpunkt?
Natürlich die Altstadt – und die Aare. Eine solche Wasserqualität kannte ich bislang nicht. Und dann zeige ich gerne auch das wunderbare Bergpanorama. Ich habe zuvor in Potsdam gelebt, unweit von Berlin. So schön es da war: Es wurde mir zu gross. Bern ist zwar auch eine Stadt, aber nicht komplett überlaufen. Ich finde es enorm angenehm hier.

Du hast bei YB einen Vertrag bis 2027 mit Option auf Verlängerung. Wie sieht Dein langfristiger Plan aus?
Es ist im Sport immer schwierig, konkrete Pläne zu schmieden, weil oft Unvorhergesehenes passieren kann. Ich lasse das Leben einfach auf mich zukommen.

Kehren wir zum Schluss nochmals zum Meisterschaftsfinale zurück. Worüber unterhalten wir uns am 29. Mai nach 21:00 Uhr?
Im Idealfall über den Titelgewinn! Ich kann versprechen, dass wir alles in die beiden Spiele reinwerfen werden. Ich sehe Servette in der Favoritenrolle – und uns als Team, das seine Chancen bekommen wird. Mit etwas mehr Glück als im Cupfinal können wir es packen. Und wenn uns das gelingt, steht einer langen Feier nichts mehr im Weg.

[pb][sst]




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