YB setzt sich gegen den FC Zürich wie schon zu Beginn des Monats Februar 3:0 durch. Sandro Lauper und Chris Bedia (2) sorgen mit ihren Toren nach der Pause für einen hochverdienten Heimsieg für die Berner, die ab der 22. Minute in Überzahl agieren durften.
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Eine Woche nach dem 1:3 in Sion fordert YB-Trainer Gerry Seoane natürlich eine Reaktion seiner Mannschaft. Der FC Zürich ist an diesem 1. März im Wankdorf zu Gast – ein Gegner, den die Berner am 1. Februar bereits empfangen und mit 3:0 bezwungen hatten. Im Vergleich zum Match im Wallis wechselt Seoane dreimal: Sandro Lauper, Saidy Janko und Joël Monteiro starten, dafür sitzen Yan Valery, Stefan Bukinac und Alan Virginius auf der Bank. YB beginnt druckvoll und erarbeitet sich in der ersten Viertelstunde erstklassige Chancen. Alvyn Sanches (7.), Monteiro und Samuel Essende (beide 14.) kommen dem 1:0 nahe. Silas Huber im Zürcher Tor verhindert einen frühen Gegentreffer.
Die dominanten Einheimischen prägen die erste Halbzeit und können ab der 22. Minute in Überzahl agieren: Nach einer Notbremse an Essende sieht Lindrit Kamberi die Rote Karte. Das erlösende 1:0 fällt jedoch vor der Pause nicht. Armin Gigovic scheitert ebenfalls am starken Huber. Und auch der auffällige Essende wird für seine schöne Aktion nicht belohnt. Sein Schuss aus der Drehung landet am Pfosten (36.).
Trotz einer Vielzahl an Chancen steht es zur Pause 0:0. Aber Christian Fassnacht betont, dass es eine Frage der Zeit sei, bis das erste Tor falle – «wenn wir das Tempo hochhalten».
Die Geduld und das hartnäckige Dranbleiben werden tatsächlich belohnt. Nach 64 Minuten sorgt Sandro Lauper mit einem satten Schuss aus 20 Metern für die so hochverdiente wie sehenswerte Führung. Chris Bedia doppelt nach. Zuerst wird ihm ein Treffer wegen Offside aberkannt (66.), doch in der 71. Minute ist sein 14. Saisontor perfekt. Huber vermag einen Abschluss von Essende noch zu parieren, allerdings nur in die Füsse von Bedia, der den Ball über die Linie schiebt.
Bedia rückt noch einmal ins Zentrum und setzt den Schlusspunkt. Im Zürcher Strafraum wird er von Kelechi Ihendu regelwidrig gestoppt. Schiedsrichter Urs Schnyder zeigt nach VAR-Intervention auf den Penaltypunkt, der Gefoulte verwertet souverän. Der Ivorer rückt damit im Torschützenklassement zu Christian Fassnacht auf (je 15). Mit diesem 3:0 beträgt der Vorsprung von YB auf den achtplatzierten FC Zürich nun acht Punkte, auf den siebtklassierten FC Luzern sind es sechs Punkte.
«Der Platzverweis hat uns sicher in die Karten gespielt. Wir rannten lange an, erarbeiteten uns gute Chancen und liessen wenig zu», sagt Sandro Lauper. «So müssen wir weitermachen.» Marvin Keller fügt an: «Das Resultat spricht für die Teamleistung. Aber wir sollten jetzt nicht über die Tabelle reden, sondern in den nächsten Partien die Leistung wieder auf den Platz bringen.» Captain Loris Benito betont: «Das 1:0 war ein Dosenöffner. Ich breche nun nicht in Euphorie aus. Aber wir dürfen uns an diesem guten Moment festhalten.» Trainer Gerry Seoane schliesslich bilanziert: «Die Rote Karte hat das Spiel verändert, aber nicht unbedingt vereinfacht. Die Partie wurde eine Geduldsfrage. Am Ende durften wir einen verdienten Sieg feiern.»
Weiter geht es für YB mit einer englischen Woche. Am Mittwoch steht das Gastspiel in Luzern auf dem Programm (20:30 Uhr), am Sonntag, 8. März, kommt es im Wankdorf zum Kantonsderby gegen Thun.
[pb][dg][sst]
Spielort: Wankdorf
Zuschauende: 26'931
Spielleitung: Urs Schnyder
Tore:
64. Lauper (Monteiro) 1:0. 71. Bedia 2:0. 86. Bedia (Foulpenalty) 3:0.
Auswechslungen:
46. Walker für Di Giusto. 46. Ihendu für Kraniqi. 59. Berisha für Cavaleiro. 59. Bedia für Gigovic. 59. Valery für Janko. 71. Reverson für Vujevic. 74. Bukinac für Wüthrich. 74. Males für Essende. 74. Virginius für Monteiro. 80. Perea für Kény.
Ersatz:
YB: Lindner, Zoukrou, Raveloson. Zürich: Brecher, Emmanuel, Sauter, Tchamda.
Bemerkungen:
YB ohne Pech (krank), Hadjam, Andrews, Conte (verletzt), Colley, Seiler (rekonvaleszent), Mambwa (U21) und Marzino (nicht im Aufgebot). Zürich ohne Comenencia, Phaëton, Reichmuth, Volken, Stork. 36. Pfostenschuss Essende. 66. Tor von Bedia wegen Abseits aberkannt.
Verwarnungen:
56. Janko (Foul). Platzverweis: 22. Kamberi (Foul).