RESULTATE
Fanionteams  
YB - St. Gallen 2:0
Zürich - YB Frauen (C) 1:3
   
Youth Base  
U21 - Kreuzlingen 5:2
Sion - U19 2:2
Sion - U17 0:2
U16 - Sion 6:2
U15 - Sion 3:0
   
Nachwuchs Frauen  
Rapperswil - FU20 0:5
FU18 - Solothurn * 3:1
Wabern - FU17 1:3
Luzern - FU16* 2:2
FU14 - Breitenrain 1:14
* = Testspiel / (C) = Cupspiel
28.10.26
Interview mit Armin Gigovic
«Wir wollen noch besser werden»

Armin Gigovic gehört bei YB mit seiner unermüdlichen Spielweise zu den treibenden Kräften. Der 24-jährige Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina spricht über sein erstes Jahr in Bern, seine Jugend-Idole und das bevorstehende Heimspiel gegen den FC Zürich.

***

Armin, Du bist seit etwas mehr als einem Jahr in Bern. Wie fällt Deine Zwischenbilanz aus?
Als ich zu YB kam, war die Absicht klar: Ich wollte meinen Beitrag leisten, um mit der Mannschaft Titel zu gewinnen. Das verpassten wir leider. Die Saison verlief zwar turbulent, aber es wurden die richtigen Lehren gezogen. Bis jetzt läuft es sehr gut. Wir haben in der Meisterschaft die ersten elf Partien ohne Niederlage hinter uns gebracht und stehen im Cup-Achtelfinal. Doch es ist erst der Anfang gemacht. Wir haben den Ehrgeiz, noch besser zu werden. Dafür braucht es weiterhin viel Arbeit.

Wie ist für Dich das Leben in Bern?
Prima. Ich fühle mich sehr wohl. Der Winter könnte zwar kalt und grau werden, dafür ist es im Sommer wunderschön. Die Aare, die Stadt mit ihren Cafés und Restaurants – mir gefällt es sehr gut. Aber ich bin ja nicht als Tourist hier (lacht).

Was zeichnet YB in dieser Saison aus?
Jeder im Team kennt seine Rolle und weiss, was seine Aufgabe auf dem Platz beinhaltet. Wir sind eine geschlossene Einheit, was eine Voraussetzung ist, um Erfolg zu haben. So macht es richtig Spass. Die Zahnrädchen greifen immer besser ineinander. Wenn es doch einmal holpert, haben wir stets eine Lösung. Das hat natürlich auch mit unserem Trainer zu tun, der grossen Einfluss hat.

Lässt Gerry Seoane den Fussball spielen, der Dir als Mittelfeldspieler besonders zusagt?
Absolut! Ihm ist viel Ballbesitz wichtig, und er fordert Dynamik im Spiel. Als er vor einem Jahr zu YB zurückkehrte, war die Situation auch für ihn nicht einfach. Aber Gerry hat seine klaren Spielideen und Vorstellungen beibehalten. Er macht einen sehr guten Job.

Wie würdest Du Deinen Spielstil bezeichnen?
Ich würde mich als Box-to-Box-Mittelfeldspieler bezeichnen, der es mag, den Ball am Fuss zu haben. Im Spiel versuche ich, dynamisch, aggressiv in den Zweikämpfen und stets mit hundertprozentigem Engagement bei der Sache zu sein.

Wer waren die Idole in Deiner Jugend?
Lionel Messi, vor allem damals, als er beim FC Barcelona spielte. Zinédine Zidanes Karriere liegt zwar länger zurück, aber wenn ich Videos von ihm sehe, beeindruckt mich das immer wieder.

Du bist in Schweden geboren und aufgewachsen, spielst aber für die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina. Wie kam es dazu?
Ich habe meine Wurzeln in Bosnien-Herzegowina. 2024 änderte sich dort im Nationalteam einiges, eine neue Ära begann. Unter anderem übernahm Sergej Barbarez das Traineramt. Ich erhielt einen Anruf und spürte grosses Interesse. In Schweden hatte ich zwar in den Nachwuchs-Auswahlen gespielt und zweimal auch im A-Team, aber mir fehlte etwas die Perspektive. Als sich Bosnien-Herzegowina meldete, war für mich der Entscheid klar.

Seit diesem Sommer bist Du auch WM-Teilnehmer.
Es war eine super Erfahrung, an so einem Turnier dabei sein zu dürfen. Wir haben eine tolle Gruppe beisammen – und eine gute Zukunft vor uns, davon bin ich überzeugt.

Hast Du einen konkreten Karriereplan?
Es wäre schön, eines Tages den Sprung in eine der führenden Ligen zu schaffen. Aber damit beschäftige ich mich nicht, weil man sonst den Fokus zu verlieren droht. Mein Fokus gilt einzig und allein YB.

Nun kommt es am Sonntag im Wankdorf zum Duell mit dem FC Zürich. Mit welchen Erwartungen gehst Du in dieses Spiel?
Der FCZ befindet sich in guter Form und wird alles unternehmen, um unsere Serie der Ungeschlagenheit zu beenden. Gelingt es uns aber, die Leistung vom Samstag gegen St. Gallen zu bestätigen, glaube ich an einen erfolgreichen Sonntag für uns.

[pb][dg]




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