RESULTATE
Fanionteams  
Aarau - YB* 1:2
YB Frauen - Luzern 2:1
   
Youth Base  
Schaffhausen - U21 6:3
U19 - Winterthur 0:0
U17 - Winterthur 5:0
Winterthur - U16 2:1
Winterthur - U15 5:1
   
Nachwuchs Frauen  
FU20 - Zürich 3:3
FU18 - Zürich (C) 3:2
FU17 - Wyler 2:3
FU16 - Team AFF/FFV 0:5
   
* = Testspiel / (C) = Cupspiel
05.10.26
Todesfall
YB trauert um Köbi Brechbühl

Er war klein von Statur, aber als Schweizer Fussballspieler ein ganz Grosser: Jakob Brechbühl, den in Bern alle liebevoll Köbi nannten, ist nach schwerer Krankheit und vorbildlich ertragener langer Leidenszeit im Alter von 74 Jahren verstorben. Der BSC Young Boys trauert um eine Clublegende: Um den einst jungen «Bärner Giel», der es vom YB-Junior bis zum Cupsieger (1977) und zum Stammspieler in der Schweizer Nationalmannschaft geschafft hat. Köbi, einst Publikumsliebling im Wankdorf, wird bei Gelbschwarz unvergessen bleiben.

Brechbühls Fussballerkarriere verlief ganz anders als er sich das einst als YB-Junior wohl selbst vorgestellt hatte. Denn damals, in den Sechzigerjahren, wirbelte er bei den verschiedenen Nachwuchsklassen noch als torgefährlicher und eminent schneller Aussenstürmer. Schon früh wurden die damaligen Trainer auf ihn aufmerksam – und so erlebte Köbi seine «Feuertaufe» in der ersten YB-Mannschaft als 20-Jähriger im April 1972, als er von Coach Hans-Otto Peters für den ehemaligen Bundesliga-Profi «Mucki» Brenninger auf die Flügelposition eingewechselt wurde. In der Folge blieb Brechbühl als YB-Stürmer stets ein Thema, obschon die Konkurrenz im Berner Angriff (Muhmenthaler, Müller, Cornioley, Bruttin, Brenninger) gross war. Seine Schnelligkeit und seine Schusskraft waren beeindruckend, ebenso seine Zweikampfstärke. Letzteres veranlasste den späteren YB-Trainer Kurt Linder, Köbi Brechbühl auch mal als rechten Aussenverteidiger aufzustellen. Diese Massnahme erwies sich für die Young Boys und für Köbi als Volltreffer: Als rechter Aussenverteidiger spielte und kämpfte sich Brechbühl bis in die Schweizer Nationalmannschaft – oft neben Gabet Chapuisat und vor Goalie Erich Burgener. Die Fachwelt staunte nicht schlecht: Da gibts einen Berner Back, der nicht einfach hinten bleibt, sondern stets mit viel Elan mitstürmt. Brechbühls Flügelläufe sorgten auf den Rängen für Stimmung und in der gegnerischen Mannschaft mitunter für Chaos. Auf seine Art war der 168 Zentimeter grosse Brechbühl einer der Vorläufer des heutigen modernen Aussenverteidigers.

Bis zum Ende seiner Fussballkarriere erlebte Köbi stolze 20 Einsätze für die Schweiz – dies notabene in einer Zeit, als nach dem verletzungsbedingen Ausscheiden von Hanspeter Schild nur noch vereinzelt andere YB-Spieler zu internationalen Ehren gelangten.

Brechbühl absolvierte zwischen 1971 und 1983 für den BSC Young Boys 323 Pflichtspiele – 264 in der Meisterschaft, 34 im Schweizer Cup, 6 im Europacup und 19 im Ligacup. Und er war natürlich als Verteidiger (zusammen mit Vögeli, Trümpler und Rebmann) aktiv mit dabei, als Goalie Walter Eichenberger, einer seiner treuen Freunde, im Herbst 1975 den (inoffiziellen) Rekord von 753 Spielminuten ohne Gegentor aufstellte.

Der BSC Young Boys ehrte seinen unvergesslichen Spieler Köbi Brechbühl (geboren am 29. Januar 1952, verstorben am 1. Oktober 2026) schon vor vielen Jahren mit der Ehrenmitgliedschaft. Er trauert um einen verdienstvollen und unvergesslichen Spieler und Freund und wird ihn in gebührender Erinnerung behalten. Im Rahmen des nächsten Heimspiels am 24. Oktober um 20.30 Uhr gegen St. Gallen werden wir zum Gedenken an Köbi Brechbühl eine Trauerminute abhalten.

[cb][as][sst]




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