U16, U17 und U19 stehen vor den Playoff-Viertelfinals. Christian Franke, Technischer Leiter der Youth Base, spricht über Anforderungen und Erwartungen.
U16: Interessantes Potenzial
Die Mannschaft von Trainer Mario Raimondi schloss eine starke Qualifikationsphase auf dem zweiten Rang ab und trifft nun auf die Alterskollegen des FC St. Gallen. Das Hinspiel findet erst am 13. Mai statt, weil aktuell gleich sechs YB-Spieler bei der nationalen Landesauswahl engagiert sind. Das Rückspiel ist auf Sonntag, 17. Mai, angesetzt. Anpfiff auf der Allmend ist um 14:00 Uhr.
Wenn Christian Franke als Technischer Leiter der Youth Base über die Stärken des Teams spricht, hebt er die beeindruckende Breite des Kaders hervor. Er spricht von einem «interessanten Potenzial mit grosser individueller Qualität» und einer bislang «sehr guten Saison» – und das, obwohl in der Winterpause mehrere Spieler in die U17 abgegeben wurden.
Franke ist gespannt auf das Auftreten in den Playoffs. «Jetzt geht es ums Gewinnen», sagt Franke und erklärt, warum er diesen Modus mit Playoffs für den Nachwuchs als geeignet betrachtet: «Lange galt der Fokus der Entwicklung – nun steht der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund. Wir haben die Ambition, möglichst weit zu kommen.» Für die Playoffpartien werden Spieler, die bereits in der U17 dabei waren, zur Verfügung stehen.
U17: Heimstark, auswärtsschwach
Die Mannschaft von Trainer Enrico Schirinzi benötigte in der letzten Partie der Qualifikation zwingend einen Sieg, um sich einen Platz in den Playoffs zu sichern. Sie hielt dem Druck stand: Gegen die Grasshoppers erkämpfte die U17 einen 2:1-Sieg.
Nun begegnen die Berner dem FC Basel (Samstag, 16:00 Uhr, Wyler) und werden nicht in der Favoritenrolle antreten. Spannend ist ein Blick auf die Statistik: YB erweist sich als überaus heimstark, tut sich aber in der Fremde enorm schwer. Mit diesem Phänomen setzen sich die Verantwortlichen intensiv auseinander.
Einige U17-Spieler wechselten im Winter in die U19. Trotzdem sagt Christian Franke: «Wir trauen der Mannschaft einiges zu. Und auch hier wird es spannend zu beobachten, wie die mentale Verfassung sein wird. Es geht nicht nur um die fussballerischen Vorzüge, sondern auch darum, ob die Spieler bereit sind für den Tag X.» Auch hier gilt: Einige Spieler, die sich zuletzt eine Stufe höher beweisen durften, werden für die Playoffs in die U17 zurückkehren.
U19: Lehrgeld bezahlt
Auch die U19 von Trainer Fabian Siegenthaler rutschte knapp in die Playoffs – die Mannschaft belegte Rang 8. Sie trifft ebenfalls auf den FC Basel (Hinspiel am 9. Mai um 13:30 Uhr im Stadion Wankdorf), und für Christian Franke ist auch in diesem Fall klar, dass nicht YB zu favorisieren ist.
Das Team verfügt zwar über eine gewisse Breite und spielerische Qualität, aber gerade der jüngere Jahrgang bezahlte auf dieser Stufe zuweilen Lehrgeld. Jetzt wird die U19 mit Spielern verstärkt, die seit der Winterpause Erfahrungen mit der U21 in der Promotion League sammeln.
«Die Playoffs sind für alle Spieler eine Herausforderung – aber auch für die Trainer», sagt Christian Franke. «Es liegt an ihnen, die richtigen Mittel zu finden, um optimalen Erfolg zu haben.»
Starkes AFF/FFV-Partnerteam
Neben den drei U-Teams von YB bestreitet auch eine Mannschaft des Partnerteams AFF/FFV Fribourg die Playoffs mit Ambitionen. Die U18 wurde in der Qualifikation Zweite hinter Luzern/Kriens und trifft auf das Team Zürich/Red Star.
[pb][sst]