RESULTATE
Fanionteams  
YB - Zürich 3:0
YB Frauen - Yverdon * 2:1
   
Youth Base  
Lausanne - U21 * 2:3
U19 - Besa Biel * 3:0
U17 - Esperia * 3:1
Wyler - U16 * 5:2
U15 - Team AFF * 3:0
   
Nachwuchs Frauen  
Thun - FU20 0:0
FU18 - Untere Emme * 0:6
FU17 - Basel * 2:4
Luzern - FU16 * 0:4
Spiez - FU14 * 14:3
   
* = Testspiel / (C) = Cupspiel
03.02.26
Gerry Seoane
«Nicht alles zu emotional betrachten»

YB-Cheftrainer Gerry Seoane spricht über den Erfolg gegen den FC Zürich und die gute Einstellung von Stürmer Sergio Cordova.

***

Gerry, wie sehr sorgt der 3:0-Sieg gegen den FC Zürich für Erleichterung?
Natürlich ist die Erleichterung nach der negativen Resultatserie bei allen spürbar. Persönlich freut mich dieser Sieg vor allem für die Mannschaft und unser Publikum, weil die vergangenen Wochen für alle nicht einfach waren und automatisch Selbstzweifel aufkamen. Im Sport beeinflussen die nackten Ergebnisse immer den Gemütszustand. Intern sind wir uns aber bewusst, dass wir einen Weg gehen wollen und es trotz allen Schwierigkeiten zuletzt auch positive Signale gab.

Woran denkst Du?
An die erste Halbzeit gegen Thun, an die Spiele gegen Lyon und Stuttgart. Man sah, dass die Mannschaft bestrebt und willig ist, Dinge umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass dieses 3:0 gegen Zürich befreiend wirkt und uns Impulse gibt. Aber uns ist auch bewusst: Ein guter Match allein reicht nicht, damit nun alles von alleine rollt. Wir sind gefordert, in Sachen Energie, Spirit, Konzentration und Haltung Fortschritte zu machen.

Sechs Pflichtspielniederlagen in Folge sind happig – und doch ist es Dir wichtig, die Partien differenziert zu analysieren.
Das ist unsere Aufgabe. Ich halte es für zwingend, dass man das Ganze jeweils im Kontext anschaut und nicht alles zu emotional nach einem verlorenen Spiel betrachten sollte. Wir hatten eine turbulente Vorrunde mit vielen verschiedenen Ereignissen, zu denen auch die vielen Roten Karten gehörten. Sehr wichtige Spieler für unser Konstrukt wie Gregory Wüthrich oder Edimilson Fernandes fielen länger aus, und das spürten wir. Und in den letzten zwei Spielen des Jahres gegen GC sowie Lugano war das Team ausgelaugt, sowohl mental als auch physisch.

Der Start ins neue Jahr verlief ebenfalls nicht wie gewünscht.
Das steht ausser Frage. Wir hatten uns nach der guten Vorbereitung mehr erhofft. Gegen Lausanne war die erste Halbzeit nicht gut, nach der Pause mussten wir mit einem Mann weniger auskommen. In Thun haben wir eine gute erste Halbzeit abgeliefert, aber es fehlte die Effizienz. Und dann kamen die zwei Niederlagen gegen Mannschaften, die nicht nur in europäischen Spitzenligen daheim sind, sondern dort auch noch sehr gute Rollen übernehmen. Dass da ein gewisser Unterschied sichtbar ist, scheint klar. Gleichwohl waren wir nahe dran an einem Erfolgserlebnis, was wiederum für den Charakter der Mannschaft spricht. In diesen Spielen mussten wir uns vor allem den Vorwurf gefallen lassen, dass wir die Chancen nicht verwertet haben.

Einer, der deswegen besonders in die Kritik geriet, war Sergio Cordova.
Was YB auszeichnet: Wir stehen zusammen. Aber das heisst nicht, dass wir nicht leistungsorientiert sind, überhaupt nicht. Was Sergio angeht, kann ich versichern, dass wir zu ihm halten. Seine Leistung in Stuttgart war gut, weil er es schaffte, die Bälle festzumachen und uns dadurch ermöglichte, in Umschaltsituationen zu kommen. Er bot gute Laufwege an und kam zweimal in eine aussichtsreiche Abschlussposition. Dass er aus den Chancen mehr machen kann, dass die Abschlüsse nicht gut waren, das weiss er selber auch. Aber schwierige Momente gehören dazu. Unsere Unterstützung bekommt er. Zudem zeigt er eine hervorragende Einstellung, auch im Training. Aktuell hat er einfach nicht das nötige Glück.

Wie gravierend ist die Verletzung, die er sich gegen den FCZ zugezogen hat?
Wir gehen davon aus, dass es nicht so heftig ist. Er bekam einen starken Schlag im Bereich des Oberschenkels und des Knies. Aber die Verletzung wird keinen längeren Ausfall nach sich ziehen.

Gegen den FCZ hast Du im Vergleich zum Stuttgart-Match nur eine Veränderung vorgenommen. Verzichtest Du bewusst auf Rotation?
Wir versuchen, auf zu viele Wechsel zu verzichten. Es geht darum, eine gewisse Stabilität reinzubringen, vor allem im defensiven Mittelfeld und in der Abwehr. In der Offensive haben wir auf den Flügelpositionen vier sehr spannende Profile mit Joël Monteiro, Alan Virginius, Christian Fassnacht und Darian Males. Im heutigen Fussball ist es so, dass es eine Start-Elf - und eine Finish-Elf gibt, in der meistens fünf andere Spieler als zu Beginn stehen. Wir als Trainerteam sehen den hundertprozentigen Wert in jedem Kadermitglied.

[pb][sst]




Erhalte unsere News über Facebook-Messenger. Schreib uns eine Nachricht und du wirst automatisch benachrichtigt: