RESULTATE
Fanionteams  
YB - Xamax * 2:1
Sand - YB Frauen * 1:2
   
Youth Base  
Lugano - U21 0:6
U19 - Basel 1:3
U17 - Thun 3:2
U16 - Thun 8:2
U15 - Basel 1:3
   
Nachwuchs Frauen  
FU20 - Zürich 1:0
Solothurn - FU18 (C) 1:4
FU16 - Team AFF 4:2
St. Gallen - FU14 * 3:7
   
   
* = Testspiel / (C) = Cupspiel
23.04.26
History Post
1979: Gérard Castella gegen Felix Magath

Ein Bild aus dem Jahr 1979: Am 22. Februar gastierte der Hamburger SV mit seinen grossen Stars wie Kevin Keegan, Horst Hrubesch oder Felix Magath zu einem Testspiel im Stadion Wankdorf, welches dank eines Treffers von Seppi Küttel mit einem 1:0-Sieg für YB endete.

Auf dem Foto ist Gérard Castella im Duell mit Magath zu sehen. Castella spielte zwei Saisons für YB, schlug später eine Trainerlaufbahn ein und gewann mit Servette 1999 den Schweizer Meistertitel. 2017 kam er als Ausbildungschef zu YB – bald zieht er einen Schlussstrich: Gérard Castella will mit 73 Jahren ab Sommer seinen Ruhestand geniessen (siehe Interview unten).

Das Matchtelegramm von damals: 
YB - Hamburger SV 1:0 (0:0)
Wankdorf. - 4'500 Zuschauende. - SR: Isler. - Tor: 67. Küttel 1:0.
YB: Eichenberger - Odermatt - Pelfini, Hägler, Feuz - Hussner, Conz, Castella - Zwahlen, Küttel, Kurt Müller.
HSV: Kargus - Nogly - Gorski, Buljan, Ripp - Memering (46. Wehmeyer), Magath (46. Plücken), Bertl - Reimann, Hrubesch (46. Plücken), Keegan.
Bemerkungen: YB ohne Brechbühl (Nationalmannschaft) und Schmidlin (verletzt). HSV ohne Kaltz (Nationalmannschaft).

***

Interview mit Gérard Castella

Gérard, Ende Juni hörst Du bei YB auf. Man kann sich das schwer vorstellen: Gérard Castella ohne Fussball…
Im Winter habe ich mir Gedanken über meine Zukunft gemacht und mich entschieden, dass ich kürzertreten werde. Ich bin ja schon bald 73… Ab dem 1. Juli bin ich Pensionär und mache Platz für die Jüngeren. Ich möchte den Ruhestand geniessen und viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich bin froh, dass ich in einer körperlich guten Verfassung aufhören darf. Ob ich ohne Fussball auskommen kann? Ja und nein. Zum einen ist klar, dass ich diesen Job nicht bis zu meinem Lebensende machen kann – so realistisch muss man sein. Zum anderen werde ich das Geschehen weiterhin aufmerksam verfolgen. Ich möchte einfach nicht mehr jeden Tag um 8:30 Uhr ins Stadion kommen und um 19:00 Uhr wieder nach Hause fahren.

Du bist 2017 zu YB gekommen. Wie würdest Du die bald neun Jahre zusammenfassen?
Es war ein fantastischer Abschnitt meines Lebens. Ich war 64-jährig und noch beim Schweizerischen Fussballverband tätig, als Christoph Spycher mich anrief und sagte, dass er mich gerne bei YB sähe. Ich antwortete: «Aber in einem Jahr bin ich offiziell pensioniert…» Für ihn war das Alter kein Hinderungsgrund, mich anzustellen. Ich bin ihm unglaublich dankbar, dass er mir das ermöglicht hat. Ich durfte Teil eines grossen Klubs werden, meine Ideen einbringen, viel unterwegs sein und tagtäglich das tun, was ich am liebsten mache. Ich hatte mit grossartigen Menschen zu tun und durfte überragende Momente erleben. Die Arbeit machte mir riesigen Spass.

War YB für Dich auch so etwas wie eine Familie?
Ja. Natürlich gab es zwischendurch Diskussionen, wie das im Fussball normal ist. Aber wir fanden immer einen gemeinsamen Nenner. Entscheidend ist ein Begriff: Respekt. Der respektvolle Umgang prägte die Zusammenarbeit und trug zum Erfolg bei. Mit YB werde ich emotional immer verbunden bleiben. Ich könnte mir nicht mehr vorstellen, in einem anderen Klub eine Funktion zu übernehmen.

Geniesst Du noch die letzten Arbeitswochen?
Ich werde bis zum letzten Tag mein Bestes für YB geben. Mir käme es niemals in den Sinn, mich zurückzulehnen und zu denken: Ab Sommer bin ich nicht mehr im Amt, also lasse ich die restliche Zeit gemütlich verstreichen. Mein Stolz würde es nicht zulassen, dass ich das Tempo drossle. Ich möchte mit einem reinen Gewissen abtreten.

[sst][pb]

 




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