07.06.24 Todesfall

Mit grosser Betroffenheit hat der BSC Young Boys vom Tod seines ehemaligen Spielers, ehemaligen Assistenztrainers und Ehrenmitglieds Walter «Killy» Widmer Kenntnis nehmen müssen. Er verstarb am 22. Mai im Alter von 82 Jahren nach langer Krankheit.

Er hinterlässt bei YB eine riesige Lücke, war er doch unserem Club zeitlebens eng verbunden geblieben: Auch als treues Mitglied der Old Stars (er hat noch vor wenigen Jahren aktiv mitgespielt) und vor allem als enger Freund der ehemaligen Spieler, Funktionäre und Senioren. Seine sympathische Art wurde ebenso geschätzt wie seine Fussball-Kompetenz.

Klar, als ehemaliger Nationalliga-Spieler und Trainer hatte sich «Killy» Widmer einen reichen Erfahrungsschatz gesammelt – er kam nicht nur dem BSC Young Boys, sondern auch anderen Klubs aus unserer Region zugute.

Zu YB kam der junge Schaffhauser Walter Widmer vom FC Luzern im Jahr 1966. Er profilierte sich sogleich in der ersten Mannschaft als rechter Aussenverteidiger. Seine unvergessenen Mitspieler von damals: Klublegenden wie Otto Messerli, Walter Eichenberger, Bert Theunissen oder Walter Müller. Seine YB-Trainer hiessen Merkle, Brülls, Häfeli, Skiba, Schneiter/Eich. Als Spieler trug er den gelbschwarzen Dress bis ins Jahr 1972.

Nach seiner (ersten) YB-Karriere war «Killy» Spielertrainer und vier Jahre Trainer beim FC Köniz (mit Aufstiegsspielen zur Nationalliga B), anschliessend auch Trainer beim FC Thun und beim FC Bern. Alsdann rief wieder YB, wo er in der Zeit von Trainer Alexander Mandziara (Meistertitel 1986, Cupsieg 1987) Assistenztrainer war. Diesen Posten bekleidete er auch weitere Jahre mit den Trainern Grip, Csernai, Trümpler, Challandes und Conz. Schliesslich wirkte er beim SC Ostermundigen, beim FC Aegerten-Brügg und zuletzt beim FC Solothurn, wo er Martin Weber assistierte. Daneben betrieb Walter Widmer in Bern ein eigenes Geschäft im Uhren- und Bijouterie-Bereich als Graveur.

Als YB-Spieler bestritt Walter Widmer insgesamt 102 Pflichtspiele (Meisterschaft und Cup) und er schoss dabei als Aussenverteidiger vier Tore. Damals kam er übrigens zu seinem Spitznamen «Killy»: Der junge Schaffhauser beeindruckte seine Berner Kollegen anlässlich eines Ski-Ausflugs (!) mit seinem Können auf der Piste: Er sei wie der damalige Olympiasieger Jean-Claude Killy gefahren...

Der BSC Young Boys entbietet der Trauerfamilie sein herzlichstes Beileid. «Killy» wird für YB unvergessen bleiben.

[cb][sst]

 




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