Kids Club Interview
"Bei YB nennen sie mich «Penaldo»"

Interview mit Guillaume Hoarau, Stürmer bei YB

Guillaume Hoarau ist der Star von YB, stark mit dem Kopf und der beste Penalty-Schütze. Doch Guillaume Hoarau ist kein Fussballer, wie es viele andere sind.

Interview: Jens Lundsgaard-Hansen
Erschienen im Dezember 2017




Du bist Musiker und Künstler. Ist Fussball für dich Kunst?
Natürlich! Fussball ist die Kunst, den Gegner zu täuschen, mit dem Kopf und den Füssen. Ganz besonders mit dem Kopf, denn dieser steuert ja auch die Füsse. Für den Menschen ist es schwieriger, mit den Füssen etwas gut und gefühlvoll zu tun als mit den Händen.

Ein Künstler und Fussball-Profi - ist Fussball für dich das Wichtigste im Leben?
Ich habe das Privileg, als Profi vom Fussball leben zu können, also vom Traum, den ich schon als Kind hatte. Viele Kinder haben diesen Traum, doch nur wenige schaffen es. Ich hatte Glück und ich versuche das, was ich mache, gut zu machen. Neben und nach dem Fussball gibt es für mich aber auch andere Dinge. Man muss im Leben ein Gleichgewicht finden, das ist das Wichtigste.

Wenn YB einen Penalty erhält, dann greifst du dir meist den Ball. Wie entscheidest du, wohin du den Ball schiesst?
Ja, sie nennen mit «Penaldo» bei YB (lächelt). Früher habe ich meist die gleiche Ecke gewählt. Heute im Zeitalter der Videos geht das nicht mehr. Die Gegner kennen dich. Nun setze ich den Ball auf den 11-Meter-Punkt, gehe einige Meter zurück, dann schaue ich den Torhüter an. Erst während des Anlaufs fällt der Entscheid, wohin der Penalty kommt. Doch ich weiss nicht, wie dieser Entscheid zu Stande kommt; ich überlege nicht, mein Körper entscheidet. Als Stürmer darfst du vor dem Tor ohnehin nicht zu viel denken.

Welche Bedeutung hatte der Fussball für dich als Kind?
Ich habe sehr viel Fussball geschaut im Fernsehen und noch mehr selber gespielt, mit Freunden oder alleine in unserem Garten auf La Réunion. Oft habe ich ein altes T-Shirt genommen, hinten meinen Namen drauf geschrieben und während Stunden für mich gespielt. Und auch noch gleich den TV-Kommentator imitiert: «Hoarau macht das Tor!» etc. So lebte ich in meiner Kinderwelt, habe immer von einer Profi-Karriere geträumt und auch immer daran geglaubt.

Welche Rolle spielst du im Team der Young Boys?
Ich gehöre zu den «old boys», mit Steve von Bergen und Sékou Sanogo zum Beispiel. Wir haben ein Team mit vielen jungen Spielern, ich denke, dass wir sie gelegentlich unterstützen können, fussballerisch und mental. 80 Prozent des Fussballs spielt sich ja im Kopf ab.

Du warst lange verletzt – schlug dir das auf die Moral?
Jede Verletzung dauert für das Empfinden eines Fussballers zu lang. Auf das Leben betrachtet ist die Dauer aber meist nur sehr kurz. Man muss die Moral und ein Lachen im Gesicht behalten. Ich war praktisch jeden Tag hier im Stade de Suisse, ich war in der Kabine vor dem Match, ich sprach mit den anderen, ich versuchte sie zu motivieren, ich war mit dem Team. Das war für mich sehr wichtig.


Resultate
1. Mannschaft
    Frauen
 
YB - Lausanne
4:1   NLA - Basel
1:5
      U19 - St. Gallen
8:1
Nachwuchs
       
Team Vaud - U21
1:3   Senioren
 
U18 - Team Ticino
5:0   30+ - Wyler
2:3
Basel -.U17
0:1   40+ - Prishtina
1:3
Luzern - U16
1:1      
Luzern - U15
3:0   C = Cupspiel / * = Testspiel
Köniz - FE14
4:3      
Thun Chisetau - FE13
2:21   Vereinsspielplan
 
FE12 - YB-Stadt
3:5   Die Spiele der YB-Teams
Vereinsspielplan



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