Kids Club Interview
"Meine Mutter ist mein grösster Fan"

Interview mit Kevin Mbabu, Aussenverteidiger bei YB

Kevin Mbabu, 22 Jahre jung, stammt aus Genf und kam im Sommer 2016 von Newcastle zu YB. Als der Trainer ihn mit 12 Jahren in die Verteidigung gestellt hat, war der Ärger gross. Heute spielt er am liebsten dort.

Interview: Jens Lundsgaard-Hansen
Erschienen im März 2017




Mit 17 Jahren hast du für Servette gespielt, mit 20 Jahren für den englischen Verein Newcastle. Hättest du dir das als kleiner Junge je gedacht?
Seit ganz klein war es mein Traum, Profi-Fussballer zu werden. Mein Lieblingsclub war immer Manchester United. Also war es mein Ziel, in England in der Premier League zu spielen. Im September 2015 waren meine ersten Spiele für Newcastle. Darüber bin ich sehr glücklich, doch wirklich zufrieden mit mir bin ich noch nicht.

Dein Weg in eine der besten Ligen der Welt ist doch grossartig! Wie hast du das geschafft?
Da gibt es kein Geheim-Rezept (lächelt), der Weg führt über viel Arbeit und Konzentration auf den Fussball. Und du musst immer an dich glauben. In Newcastle bin ich gut gestartet, hatte aber während vielen Monaten immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Deshalb kam ich nicht auf genügend Spielzeit. Seit ich für YB spiele, hatte ich zum Glück nie mehr grössere Verletzungen. Und ich habe auch meine ersten Tore als Profi erzielt.

Bei YB spielst du oft hinten rechts. Im Match bist du aber fast überall anzutreffen. Warst du schon immer so ein Wirbelwind?
Als Kind war ich eher im offensiven Mittelfeld! Mit 12 Jahren hat mich dann der Trainer in die Verteidigung gestellt. Das hat mich zuerst sehr geärgert; ich wollte wie die meisten Kids viele Tore schiessen. Doch in der Defensive habe ich mich offenbar bewährt. Bei Newcastle habe ich oft als Innenverteidiger, bei YB häufiger als Aussenverteidiger gespielt. Das ist inzwischen meine liebste Position.

Weshalb lieber Aussen- als Innenverteidiger?
Als Aussenback hast du beide Elemente des Spiels, den Angriff und die Verteidigung. In der Innenverteidigung ist das Spiel etwas defensiver. Doch die Idee, die Innenverteidiger seien technisch nicht so stark oder nicht torgefährlich, stimmt heute meistens nicht mehr. Sergio Ramos zum Beispiel erzielt bei Real Madrid ja ein Tor nach dem anderen.

Gab es für dich nie eine Alternative zum Fussball?
Für mich nicht. Meine Mutter aber wollte in einer gewissen Phase, dass ich Tennis spiele. Doch da habe ich mich mit Erfolg geweigert.

Hat sie dir verziehen?
(Lacht) Ja, natürlich. Meine Mutter ist heute mein grösster Fan! Sie kommt oft an meine Spiele, das war sogar in Newcastle so.

Und wie hattest du es mit der Schule?
Ich hatte Glück und konnte zwischen 13 und 15 Jahren eine Sportklasse besuchen, so hatte ich mehr Spielraum. Wenn du intensiv Fussball spielen willst, dann musst du für die Schule nicht weniger machen, sondern im Gegenteil mit mehr Hingabe und Konzentration dafür arbeiten. Sonst schaffst du nicht beides – Fussball und Schule - auf gutem Niveau.

Oft sagt man, der Kopf sei im Fussball ebenso entscheidend wie die Beine. Siehst du das auch so?
Ich wäre wohl nie dort, wo ich heute bin, wenn ich nicht immer mein Ziel vor Augen gehabt hätte. Trotz der vielen Verletzungen habe ich nie aufgegeben und immer gekämpft. Vielleicht tue ich dies manchmal fast zu stark, wie damals bei der roten Karte gegen Nikosia.

Wie bereitest du dich mental auf ein Spiel vor?
Da bin ich eher still, versuche mich zu konzentrieren und etwas zu isolieren und höre Musik.

Einen Song von Guillaume Hoarau?
Nein (lacht), die sind für diesen Moment etwas zu soft. Vor dem Spiel höre ich Rap oder etwas in dieser Art, das mich antreibt.

Wer sind deine besten Kumpels bei YB?
Es gibt bei YB viele französisch sprechende Spieler wie ich, das erleichtert den Kontakt. Denis Zaccharia kenne ich schon von Servette her, auch Yoric Ravet, Yvon Mvogo oder Sekou Sanogo sind gute Kollegen. Auch Guillaume Hoarau ist ein feiner Typ und bringt eine sehr gute Stimmung ins Team. Ich fühle mich wohl bei YB, wir haben eine sehr gute Stimmung!

Resultate
1. Mannschaft     Frauen  
YB - Lausanne
2:0   NLA - Basel
2:3
      Basel - U19
6:6
Nachwuchs    
 
Fribourg - U21
3:1   Senioren
 
Basel - YB (n.P.)
4:3   Rubigen - 30+
3:1
BEJUNE - U17
1:3   40+ - Muri-G.
3:0
U16 - Wyler * 5:1  
 
U15 - Xamax *
13:1   C = Cup / * = Testspiel
 
Solothurn - FE14
3:6      
FE13 - Old Boys
5:5   YB-Kalender
FE12 - Köniz
3:3   Die Spiele der YB-Teams
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